Umgestaltung der Hönne im Bereich nördliche Horlecke

BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:D-8/10/375/1  
Aktenzeichen:60-Lü
Art:Ergänzung Drucksache  
Datum:11.04.2011  
Betreff:Umgestaltung der Hönne im Bereich nördliche Horlecke (Antrag Wasserverband Hönne II)
- Stellungnahme bezüglich der Fußgängerbrücke Battenfeld
Referenzvorlage:D-8/10/375
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Beratungen:

BeratungGremiumTOPZuständigBeschlussAbstimmungDokumente
05.05.2011Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen10Entscheidung 
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10.11.2011Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen14.2Entscheidung 
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Inhalt:

Beschlussvorschlag

 

Der Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen stimmt den Planungen des Wasserverbandes, die Fußgängerbrücke zwischen Balver Straße und Battenfelds Wiese aus Hochwasserschutzgründen zu entfernen zu. Sobald die Finanzlage der Stadt Menden dies zulässt, wird an geeigneter Stelle eine neue hochwasserfreie Fuß-/Radwegbrücke errichtet.


Begründung der Ergänzung

 

In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planen und Bauen am 02.12.2010 wurde u.a. folgender Beschluss gefasst:

Bezüglich der Fußgängerbrücke Battenfeld / Hl. Kreuz-Kirche sollen weitere Untersuchungen einschließlich der Auswirkungen auf die unterhalb liegenden Brücken im Rahmen eines Gesamtkonzeptes durchgeführt werden und die in der Vorlage genannten Alternativen sind genauer darzulegen.

Zusammengefasst ergeben sich diesbezüglich folgende Punkte:

§         Eine denkbare Höherlegung der 1958 gebauten Fußgängerbrücke macht nach Inaugenscheinnahme der Konstruktionspläne keinen Sinn, da Brücke und Widerlager miteinander verspannt sind. Hinsichtlich des Alters und Zustands der Brücke wäre ein solcher Umbau aus hiesiger Sicht unverhältnismäßig aufwendig.

§         Durch eine Entfernung der Fußgängerbrücke würde der derzeitige durch die Brücke erzeugte Rückstau nicht mehr erfolgen und das Wasser ungehindert die nachfolgende Straßenbrücke anströmen. Gemäß Hochwassergefahrenkarten ist die Straßenbrücke im Gegensatz zur Fußgängerbrücke hydraulisch in der Lage ein HQ25 abzuführen; bei HQ100 wird auch diese überströmt. Eine zusätzliche hydraulische „Belastung“ der Straßenbrücke ergäbe sich nach Wegfall der Fußgängerbrücke nur in Bezug auf die Wassermengen, die ansonsten über die Balver Straße abgeführt würden – ein Zustand, der nicht wirklich als „Entlastung“ interpretiert werden kann. Die übrigen Wassermengen fließen, nach Umströmung der Fußgängerbrücke, weiter im Hauptstrom Richtung Straßenbrücke / Innenstadt. Bei größeren Hochwässern ab HQ50 schwindet rechnerisch der Einfluss der Brücke, da diese dann ohnehin eingestaut ist und ein großer Anteil des Hochwassers über die Vorländer außerhalb der Brücke abfließt.

§         Zwischen einem 5jährigen und 25jährigen Hochwasser verursacht der Rückstau bis 70 m vor der Brücke eine Erhöhung des Hochwasserspiegels um 20 – 32 cm. Dadurch wird nicht nur das linksseitig der Hönne gelegene Heilig-Kreuz-Gelände höher eingestaut. Da die Balver Straße rechnerisch bei einem HQ25 mit bis zu 25 cm überströmt wird, würde die Entfernung der Brücke als Strömungshindernis voraussichtlich dazuführen, dass in diesem Fall die nördlich der Balver Straße gelegenen Wohngebiete nicht mehr überschwemmt werden.

§         Abgesehen von der geminderten Hochwassergefährdung sprechen für eine Brückenentfernung im Zuge der Maßnahmenumsetzung des Wasserverbandes Hönne II nicht unmaßgebliche finanzielle Gründe. Bei einem Erhalt der Brücke ergeben sich innerhalb der nächsten zwei Jahre Sanierungskosten von ca. 15.000,- € sowie alle sechs Jahre Kosten für die externe Hauptprüfung von ca. 500,- €. Während derzeit davon auszugehen ist, dass die Abrisskosten von 14.000,- € innerhalb des Maßnahmenkomplexes des Wasserverbandes vom Land gefördert werden und der Eigenanteil vom Wasserverband übernommen wird, würden, bei einer Entscheidung zur Entfernung der Brücke zu einem späteren Zeitpunkt, die Kosten für den Abriss von der Stadt allein getragen.

§         Für den Erhalt der Brücke spricht die zielabhängige Wegeverkürzung zwischen Balver Straße und Heilig-Kreuz bzw. Horlecke zwischen 140 m und 320 m. Anlieger im Umfeld der Brücke bzw. aus der Twiete müssten bei einem Wegfall der Brücke einen entsprechenden „Umweg“ gehen.


 

 

Wagenbach

(Fachbereichsleiter)