Inhalt
und Begründung:
Jedes Jahr
versterben allein in Deutschland über 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod.
Häufig auch in öffentlichen Bereichen von Städten und Gemeinden.
Deshalb ist es (lebens)wichtig, dass automatisierende externe Defibrillatoren (AED) in der Öffentlichkeit möglichst flächendeckend zur Verfügung stehen. Denn öffentlich zugängliche AEDs in Parks, auf Spielplätzen oder in öffentlichen Gebäuden können Leben retten.
Maßgeblich solle nicht sein, ob sich die Investition lohnt, sondern ob ein Schockgeber für den geplanten Einsatzort sinnvoll ist. Das ist dann der Fall, wenn sich viele Personen an einem Platz befinden. So empfiehlt es die Deutsche Herzstiftung. Dazu zählen unter anderem Ämter, Schulen, Sporthallen und -plätze, Einkaufszentren, Veranstaltungsorte, sonstige von Personen stark frequentiere Orte.
Die Rechnung ist einfach: Je mehr Menschen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Notfalls – und für den sollte unsere Stadt gerüstet sein. Denn: Bis Hilfe eintrifft, vergeht oft
viel Zeit. Jede verlorene Minute kostet dem Betroffenen ganze 10% seiner Chance, zu überleben. Ist ein Defibrillator in der Nähe, kann sofort mit der Wiederbelebung begonnen werden. Also: Lieber einen Defibrillator anschaffen und hoffen, dass man ihn nie verwenden muss, als im Nachhinein festzustellen, dass man ihn gebraucht hätte.
Machen wir unsere Stadt herzsicher und schaffen für die Bürger ein noch sichereres Umfeld.
Moderne Defibrillatoren sind einfach und selbsterklärend zu bedienen und führen mit prägnanten Sprachanweisungen sicher durch die gesamte Reanimation, auch dank einer vielsprachigen Benutzerführung. Bei einem Kindernotfall werden keine speziellen Elektroden für Kinder benötigt. Ein AED ist im Schnitt rund 10-12 Jahre im Einsatz. In dieser Zeit benötigt ein AED ab und an eine neue Batterie.
An manchen Stellen unserer Stadt gibt es bereits Defibrillatoren, z.B. in der Rathauslobby. Die Standorte sind nur selten bekannt, da diese oft nicht wahrgenommen werden. Hier wäre es erforderlich, Hinweisschilder zu errichten, die über den Standort des nächstgelegenen AED informieren.
Ebenso ist zu beachten, dass in den meisten Ortsteilen kein (öffentlich zugänglicher) Defibrillator installiert ist.
Beschlussvorschlag:
Die
Stadtverwaltung wird beauftragt,
1. alle in ihrem Eigentum befindlichen Einrichtungen (insb. Schulen, Kitas, Sporteinrichtungen) mit Defibrillatoren (AED) auszustatten. Auf bereits vorhandene Defibrillatoren ist entsprechend deutlich durch gut sichtbare Standorttafeln hinzuweisen;
2. geeignete Standorte für weitere Defibrillatoren (AED), zunächst in den Bereichen Bahnhofsvorplatz, Pankepark, Friedenstaler Platz zu finden, um diese sodann auch dort öffentlich zugänglich zu installieren;
3. zusätzlich zu den o. g. Bereichen mindestens einen geeigneten Standort in den Bernauer Ortsteilen, die derzeit noch nicht über einen Defibrillator (AED) verfügen, zu finden, um dort diesen zu installieren.
Finanzielle
Auswirkungen: Ja, ca. 2.000 EUR pro Gerät
im Ergebnishaushalt: Nein
im Finanzhaushalt: Nein
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Einnahmen:
EUR |
Ausgaben:
EUR |
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Haushaltsstelle: |
Haushaltsstelle: |
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voraussichtliche jährliche Folgeeinnahmen: EUR |
voraussichtliche jährliche Folgekosten: EUR |
Deckung:
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planmäßig: Nein |
überplanmäßig: Nein EUR |
außerplanmäßig: Nein EUR |
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Mehreinnahmen: Nein Haushaltsstelle: |
Minderausgaben: Nein Haushaltsstelle: |
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